Bad Homburgs herbstlicher Schlosspark

Es ist eine Pracht. Die zahllosen Farbvariationen der Bäume, die Spiegelungen im Wasser des Schlossteichs, der weiß getünchte Turm des Schlosses über allem. Die Blickachsen geben von jedem Punkt des weitläufigen Gartens immer wieder neue berauschende Eindrücke. Da fungieren Bäume und Baumgruppen wie Bilderrahmen für den Turm oder – in die entgegengesetzte Richtung – die Tannenwaldallee mit den nächsten Gartenanlagen.

Was sich die Schöpfer hier so genial ausgedacht haben, wird von den Schlossgärtnern unter der Leitung von Gartenmeister Peter Vornholt gehegt, gepflegt und im Sinne der Erbauer weiter entwickelt. „Denn das Klima ändert sich, die Lebensdauer der Pflanzen ist unterschiedlich und das Gesamtgebilde ist einem ständigen Wandel unterworfen“, erklärt Vornholt, dem man mit jedem Satz seine Begeisterung für den Schlosspark anmerkt. Die Arbeit wird dabei nicht weniger.

Denn zu dem Parkgelände rund um den Schlossteich kommen noch die Obstbaumplantage, das Teehäuschen, Goethe’s Ruh, die Orangerie oder die Gewächshäuser dazu. In Vorträgen, Rundgängen, Workshops können sich Interessierte in die Geheimnisse der Gartenbaukunst einweihen lassen. Die Lesungen im Gewächshaus sind meistens ausgebucht.

Wer auf jedem Weg flanieren möchte, kann sich gut zwei Stunden alleine in dieser so kreativ geformten Natur aufhalten. Das Schloss selbst, der Turm und eine gemütliche Auszeit im Schlosscafé oder unter der riesigen Zeder kämen dann noch hinzu.

Bereits Ende des 12. Jahrhunderts ist hier eine spätmittelalterliche Burg nachweisbar, seit 1606 auch ein Garten. Das Schloss Homburg war seit 1622 Sitz der Landgrafen von Hessen-Homburg. Ab 1680 wurde durch Landgraf Friedrich II. (1633 – 1708) ein Barockgarten angelegt, der ab 1758 als Englischer Landschaftsgarten „überformt“ wurde.

Es gibt also viel zu entdecken und die geschichtlichen Hintergründe und Entwicklungen gleichen spannenden Romanen. Mehr über das Schloss gibt es hier.

Viel Vergnügen.

 

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