Gráinne Holland

Gälisch für Gefühle in der Musik

 Gráinne Holland stammt aus Belfast und hat sich der besonderen Sprache ihrer Heimat verschrieben: Gälisch. In ihren Konzerten bringt sie mit ihrer dreiköpfigen Band ein intensives Programm.

Musik ist eine universelle Sprache und überwindet alle Grenzen. Auf Konzerten der Nord-Irin Gráinne Holland bekommt diese oft zitierte Weisheit eine ganz eigene Bedeutung. Nämlich dann, wenn man als Zuhörer der gälischen Sprache nicht mächtig ist. Und wer von uns ist das schon.

Genau hier kommt ein gewisser Zauber ins Spiel. Man kann sich in die Lieder hineinfallen lassen, braucht nicht mehr zu übersetzen, wie man es beim Lauschen englischer Lieder unwillkürlich versucht. Es sind dann einfach nur Stimme, Instrumente und das intensive Gefühl, das die Musiker in das Publikum hineintragen.

Die ausführlichen Geschichten zu den Stücken helfen aber beim Verständnis der Inhalte.

Gráinne hat im Alter von drei Jahren begonnen, das „Gaelic“ zu lernen. Wie bei Kindern üblich auch durch Kinderlieder. Und so intoniert sie eines ihrer ersten Lieder, ein „Lullaby“ von der Isle of Man.

Gesanglich brilliert sie in den hohen Lagen ebenso kraftvoll und punktgenau, wie sie bei den tiefen Tönen den typisch irischen Schmelz zelebriert.

Das ist das eine, was den besonderen Reiz von Gráinne Holland ausmacht. Dann sind das die drei hervorragenden Bandmitglieder. Gitarre, Flöten und die irische Rahmentrommel Bodhran.

Natürlich geht es in den Liedern um Liebe, Kampf und Sterben. Ein Kreislauf, der angesichts der Jahrhunderte langen Unterdrückung durch die Engländer Spuren im kollektiven Gedächtnis hinterlassen hat. So ist die Sprache Englisch eigentlich die Sprache der Besatzer. Das Gälische hingegen war sozusagen den Iren eigen.

So gehören zu Hollands Programm auch Lieder, die sich beispielsweise auf die Unabhängigkeitskämpfe 1916 beziehen. Das Lied „Foggy Dew“ wurde extra für sie ins Gälische übersetzt. Das hört sich dann noch einmal sehr viel bedrohlicher und trauriger an.

Und dann bricht sich wieder die pure Lebensfreude bei den instrumentalen Jigs (irische Tanzstücke) ihre Bahn, virtuos und auf den Punkt. Dabei variieren die Musiker bei ihren Arrangements zwischen traditionellen Spielweisen und eher modern jazzigen Grooves.

In jedem Fall ist es ein abwechslungsreicher Abend mit viel Gefühl jenseits des Alltags.

Mehr über die Künstlerin unter www.grainneholland.com

Übrigens: Gráinne Holland wird hierzulande von Magnetic-Music betreut. Das Team rund um Petr Pandula ist seit vielen Jahren eine herausragende Arbeit. Das schlägt sich in fantastischen Festivals, herausragenden Künstlern und einer nicht endenden Begeisterung für Keltische Musik nieder. Gratulation dafür. Schauen Sie doch einfach mal auf: www.magnetic-music.com

 

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