Impuls: Warum immer nur „werden“?

Warum will ich immer nur „werden“?

Vielleicht „bin“ ich ja schon?!

Besser, höher, schneller, weiter, effizienter, flexibler, stärker, fitter…

All das wollen oder sollen wir werden. Vor allem, um den Anforderungen anderer gerecht zu werden. Dem Arbeitgeber, dem Partner, der Versicherung und wem auch immer. Oft auch aus dem eigenen Selbstbild heraus. Manchmal ist das durchaus gut und wünschenswert. Es schadet nicht, in allem etwas besser werden zu wollen. Mit der exzessiven Art der Selbstoptimierung allerdings führt das häufig nur in die Selbstausbeutung und zur fortgesetzten Selbst-Sabotage. Eben dann, wenn man die Beweggründe dafür nicht hinterfragt.

Bei allen Überlegungen sei deshalb auch der folgende Gedanke bedacht: Müssen wir immer „werden“? Ist es nicht oft genug auch völlig o.k., einfach so zu sein, wie man schon ist? Das ist ja auch schon ein Wert an sich. Vielleicht gilt es, den Blick ab und zu auf sich selbst etwas „freundschaftlicher“ zu richten. Dann kommen wir unweigerlich zu dem Schluss, dass wir im Großen und Ganzen schon ganz gut aufgestellt sind. Jedenfalls sollten wir nicht ungeprüft „werden wollen“, sondern auch den Mut aufbringen, uns auf das „so bin ich“ zu konzentrieren.

In diesem Sinne: bleiben Sie gelassen.

Ihr Jan O. Deiters

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