Little Museum of Dublin

Das kleine große Museum

Dies ist ein besonderer Ort in Dublin. Das Museum verfügt nur über wenige Quadratmeter über zwei Geschosse in einem alten georgianischen Gebäude. Direkt an der Nordseite des St. Stephen’s Green Parks gelegen – nur zwei Minuten von der Grafton Street entfernt – deutet nur ein kleines dunkelgrünes Holzschild mit weißer Aufschrift darauf hin, dass es hier etwas wirklich lohnendes zu sehen gibt.

Es ist etwas „Kleines“, aber dennoch sehr bedeutendes. Für den neugierigen Besucher geht von dem Eingangsbereich mit dem Empfang in einem schmalen Treppenhaus hinauf in den ersten Stock. Und dann sind auf zwei Stockwerken nur wenige Räume verteilt. Aber dieser wenige Platz ist gut genutzt.

In dem typischen Dubliner Stadthaus wird die Geschichte der irischen Hauptstadt im 20. Jahrhundert erzählt. Von 1900 bis heute sind über 400 Artefakte ausgestellt und sie reflektieren die „normalen“ Dubliner, die Menschen, die diese Stadt groß gemacht haben und mit Leben füllen.

Dabei sind die Ausstellungsstücke auf ganz besondere Weise zusammen getragen worden. Die Dubliner Bürger selbst haben zahlreiche Erinnerungsstücke, Fotografien, Bilder, Zeitungen, Eintrittskarten, Aktien zur Unabhängigkeit und selbst Milchflaschen, Keksdosen, Fahrräder, Werbeschilder und alles Mögliche aus ihrem Alltag jeder Zeit vorbei gebracht.

Insoweit wird hier die Geschichte der Dubliner selbst gezeigt. Doch es gibt noch mehr bedeutende „Fundsachen“ aus den privaten Archiven. Beispielsweise das Manuskript von John F. Kennedy für seine Rede vor dem Parlament. Oder die erste englische Version von „Ulysses“. Die Anweisungen des ersten irischen Präsidenten Eamon de Valeras an den Freiheitskämpfer Michael Collins. Die Totenmaske von James Joyce. Eine Speisekarte des Jammer’s Restaurants. Briefe von Samuel Becket und Shaw. Aber auch Plakate, Ankündigungen, Ausweispapiere, private Fotografien – alles mit einer besonderen Bedeutung für die jeweiligen Spender und für die Entwicklung Dublins zur heutigen Metropole.

 

 

 

Bei der Führung kann man die Zeit vergessen angesichts der vielen kleinen und großen Geschichten, die sich um die Kleinode winden. Sie geben einen sehr intimen Einblick in die Geschichte der Stadt.

Geöffnet ist das Museum täglich von 9.30 bis 17 Uhr, Donnerstag startet die letzte Tour um 19 Uhr. Der Eintritt inklusive Führung kostet 10 Euro. Weil das kleine Museum so beliebt ist, sollte man im Vorfeld online buchen – die meisten Führungen sind ausgebucht.

Mehr Informationen unter: www.littlemuseum.ie

 

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