Impuls: Beginne mit dem Notwendigen

Das Unmögliche beginnt zuerst mit dem Notwendigen, dann folgt das Mögliche

Es könnte so einfach sein. Es ist auch einfach. Also, zumindest das Prinzip, das dahinter steht, erscheint sehr einfach. Dennoch es ist im Alltag und im täglichen Leben eben gar nicht leicht, diese Reihenfolge überhaupt zu erkennen und dann auch noch zu beachten, ihr zu folgen und aktiv zu werden.

Drei Schritte zum Unmöglichen. Franz von Assisi mag für vieles stehen, kritisiert oder verehrt werden. Aber dieser Dreiklang ist pragmatisch geradezu unschlagbar.

Dabei geht es übrigens nicht um die Unterscheidung von „Dringend“ und „Wichtig“. Das ist ein anderes Kapitel.

Deshalb: Wenn wir mit dem „Notwendigen“ beginnen sollen – was ist denn das tatsächlich Notwendige?! Das setzt eigentlich eine gewisse Zielsetzung voraus. Die ist im Alltag, im beruflichen Umfeld, bei der eigenen Persönlichkeitsentwicklung aber oft nicht so klar erkennbar. Wir verwirren uns selbst angesichts der unzähligen Anforderungen, die an uns gerichtet werden.

Dennoch gibt es Sachen, die notwendig sind: Miete zahlen, Chef beeindrucken, Kunden zufrieden stellen, im Verein Aufgaben übernehmen, sich selbst ein paar mehr Pausen zu gönnen, auch mal „Nein“ zu sagen. Aber ebenso wäre es genau deshalb notwendig, die eigenen Bedürfnisse zu wertschätzen, die eigenen Potenziale zu verwirklichen, nicht immer nur in einer Opferrolle zu verharren und es allen anderen Menschen recht machen zu wollen.

Umso wichtiger erscheint der innere Kompass. Der aber lässt sich jetzt nicht so einfach in zwei Minuten transparent machen. Aber noch ein Hinweis: Was bedeutet das Wort „Notwendig“? Es ist eine Zusammensetzung aus „Not“ und „Wenden“. Welche Not besteht? Welche Wendung wäre anzustreben?

Wenn Sie diese Gedanken eher verunsichern: Genau das ist es. Dieses Zitat von Assisi zielt viel tiefer in Ihre „Lebens-Statik“, als es auf den ersten Blick erkennbar ist. Es lohnt sich, ein paar Minuten darüber nachzudenken.

Ach so – „Unmöglich“ ist eigentlich nur etwas, das man sich bislang nicht vorstellen konnte, was nicht im eigenen Gedanken-Kosmos vorhanden war. Was erscheint Ihnen derzeit „unmöglich“? Das dürfte erfahrungsgemäß im Umkehrschluss ein Ansatz sein für das Notwendige. So schließt sich der Kreis.

In diesem Sinne: Bleiben Sie gelassen.

Ihr Jan O. Deiters

Übrigens: Das Foto haben wir in Irland aufgenommen. Ein sehr ungemütlicher Tag in den Wicklow Mountains im Osten der Insel, südlich von Dublin. Genannt: Wicklow Gap. Es ist genau dieser „Gap“, dieser Wendepunkt, diese Lücke, diese Unterbrechung, dieser Ansatz, der das Zitat von Assisi widerspiegelt. Es ist stürmisch, regnerisch und trübe. Genau die Voraussetzung für das darauf folgende Gegenteil: sonnig, mild und freundlich.

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